
Gesprächstherapie nach Rogers
Die personenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers ist eine Form der Psychotherapie aus der Humanistischen Psychologie, bei der der Mensch mit seiner eigenen Fähigkeit zur Selbstverwirklichung im Mittelpunkt steht.
Die Grundhaltung des Therapeuten
Der Erfolg der Methode beruht auf drei unverzichtbaren Grundhaltungen (den sogenannten Basisvariablen):
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Empathie (Einfühlsames Verstehen): Der Therapeut versetzt sich tief in die Gefühlswelt des Klienten, ohne sich darin zu verlieren, und spiegelt das Erlebte wertfrei wider.
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Wertschätzung (Akzeptanz): Der Klient wird bedingungslos und unabhängig von seinem Verhalten oder seinen Gefühlen als Mensch angenommen.
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Kongruenz (Echtheit): Der Therapeut tritt dem Klienten gegenüber authentisch, ehrlich und ohne professionelle Fassade auf.
Ziele und Ablauf
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Selbstbestimmung: Im Gegensatz zu direktiven Methoden gibt der Therapeut keine Ratschläge oder Diagnosen vor. Er fungiert stattdessen als verständnisvoller Begleiter.
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Wachstumstendenz: Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch die Kraft zur Lösung seiner Probleme bereits in sich trägt.
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Auflösung von Inkongruenzen: Psychische Probleme entstehen oft, wenn das eigene Selbstbild und die tatsächlichen Erfahrungen nicht übereinstimmen. Die Therapie hilft dabei, beide wieder in Einklang zu bringen
Diese Form der Therapie sollte nicht angewendet werden bei:
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Akuten hirnorganischen Störungen, z. B. Enzephalitis
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Schweren kognitiven Einschränkungen, z. B. bei fortschreitender Demenz oder spracheinschränkenden, schweren Beeinträchtigungen der Lern- und Leistungsmöglichkeiten
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Schweren sozialen Anpassungsstörungen, z. B. Dissoziale Persönlichkeitsstörungen
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Akuten affektiven Störungen, z. B. schwere depressive Phasen
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Schizophrenie
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Abhängigkeitserkrankungen mit fortgesetztem Suchtverhalten
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der Einnahme von bestimmten Medikamenten wie z.B. Antidepressiva, Cannabinoide, Benzodiazepinen, Steroide, Opioide...